Sprachentwicklungsverzögerung

Kinder, die eine verzögerte Sprachentwicklung aufweisen, „hinken“ dem normalen Spracherwerb bis zu einem halben Jahr hinterher. Größere Rückstände werden als Sprachentwicklungsstörung bezeichnet.

 

Bei einer Sprachentwicklungsverzögerung kann es zu grammatischen Defiziten und/oder sprecherischen Defiziten, also Auffälligkeiten in der Artikulation (Dyslalie), kommen. Auch Wortschatzdefizite und Auffälligkeiten im Sprachverstehen können bezeichnend sein. Mit einer frühzeitigen Behandlung können in den meisten Fällen die Kinder schnell auf den richtigen Weg gebracht werden. In diesem Zusammenhang wird häufig von „Late-Bloomern“ und „Late-Talkern“ (lesen Sie bei Sprachentwicklungsstörungen) gesprochen. „Late-Bloomer“, sogenannte „Spätblüher“, werden Kinder genannt, die mit dem Alter von 2 Jahren (24 Monaten) noch keine Zweiwortsätze sprechen und noch einen Wortschatz von weniger als 50 Wörtern aufweisen. Charakteristisch für diese Kinder ist, dass die Defizite innerhalb eines Jahres, also bis zum dritten Lebensjahr, wieder aufgeholt werden können, im Gegensatz zu den „Late-Talkern“.