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Myofunktionelle Störung

Hierbei spricht man von Störungen im Bereich der Bewegung und Koordination von Lippen- und Zungenmuskulatur. Die Zunge eines Neugeborenen füllt den gesamten Mundraum aus und berührt gleichzeitig den Gaumen und den Mundboden. Der Mundraum ist klein und das Bewegungsausmaß der Zunge begrenzt. Durch diese Relationen erhöht sich die Saugkraft des Säuglings. Eine Mundatmung kann nicht erfolgen, stattdessen erfolgt die Atmung über die Nase. Das Neugeborene schluckt und atmet gleichzeitig, der Kehlkopf ist noch sehr hoch eingestellt, der Verschlussmechanismus beim Schlucken zum Schutz der Luftröhre vor Aspirationen ist noch nicht ausreichend entwickelt. Erst mit ca. einem halben Jahr vergrößert sich der Mundinnenraum und verlängert sich in vertikaler Richtung. Die Zunge erhält nun mehr Bewegungsmöglichkeiten, aus der Vor-Zurück-Saugbewegung entwickelt sich nun eine Auf-Ab-Bewegung. Der Mundraum gestaltet sich durch das Zahnwachstum ganz neu, die Zunge erhält eine Abgrenzung zu den Lippen. Die Säuglinge sind im ersten Lebensjahr immer mit ihrem Mund beschäftigt. Zum einen bei der Nahrungsaufnahme, beim Stillen und auch später beim Essen und dem Ertasten von anderen Nahrungskonsistenzen wie Brei und Keksen. Sie erspüren alles mit dem Mund, stecken ihre Füße und Hände in den Mund. Nichts ist vor dem Mund mehr sicher. Sie erfahren die Welt über den Mund und bauen so ihre Wahrnehmung und Muskulatur auf. Der Mund wird nicht nur zur Nahrungsaufnahme erobert, sondern bekommt auch gleich eine sehr kommunikative Funktion. Die Neugeborenen nehmen durch das Schreien, das Stillen und später auch durch das Lallen Kontakt über den Mund zu ihrer Umgebung auf und stellen so den ersten Dialog auch ohne Worte her. Im Laufe der Entwicklung können sich beim kleinen Kind Auffälligkeiten bei den myofunktionellen (mundmotorischen) Fähigkeiten einstellen, diese können folgende sein: Mundatmung, schlappe Mundmuskulatur, abweichende Zungenruhelage und Schluckweise, Artikulationsschwierigkeiten, eventuell durch häufige Infekte (durch Mundatmung) Störungen der auditiven Wahrnehmung und Verarbeitung und prachentwicklungsverzögerungen.

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